Chronik

Aus der Chronik des Frauenchores Drabenderhöhe

Im Jahre 1951 begleiteten einige Sänger-Frauen ihre Ehemänner - Sänger im Männergesangverein Drabenderhöhe - zu einem Wertungssingen nach Bergneustadt.

An diesem Wertungssingen nahmen auch 4 Frauenchöre teil. Das Singen dieser Frauenchöre hat die Sänger-Frauen so begeistert, dass sie den Beschluss fassten, in Drabenderhöhe auch einen Frauenchor zu gründen.

Unterstützt wurden sie bei ihrem Vorhaben von dem Komponisten und Dirigenten Willi Sendt. Dieser war in jener Zeit mit dem Männergesangverein Drabenderhöhe herzlich verbunden.

Am 30.10.1951 wurde dann ein Rundschreiben mit folgendem Inhalt von Haus zu Haus getragen:


Wir laden nun hiermit alle Frauen und Jungfrauen, welche Lust und Liebe am Gesang und zum Deutschen Liede haben, zu einer am Freitag, den 02.11. abends um 19.00 Uhr im Lokal Ernst Klein in Drabenderhöhe stattfindenden Gründungsversammlung ein. Die Einberufer

Dieser Einladung haben 28 Frauen und "Jungfrauen" Folge geleistet.

Es wurde nun der Beschluss gefasst, einen Frauenchor unter der Leitung von Chorleiter Arthur Wirths zu gründen. Vorsitzende wurde Frieda Klein. Originaltext


Schnell wuchs die Anzahl der Sängerinnen in den anschließenden Proben weiter. Schon am 2. Weihnachtstag 1951 konnte der Chor bei einem Weihnachtskonzert des MGV ein Zeugnis seines Könnens und seiner Begeisterung ablegen.

Der Auftritt wurde mit viel Applaus belohnt.

Der 1. auswärtige Auftritt war beim MGV Ösinghausen, dem der Chor auch im Jubiläumsjahr 2001 ein Ständchen zum ihrem 100. Geburtstag bringen durfte.

Im Jahre 1952 wurde schon mit der bis heute schönen Tradition begonnen, im Advent bzw. seit 2003 im Herbst mit den Chormitgliedern, den Inaktiven und Gästen ein gemütliches Kaffeetrinken mit Liedvorträgen und vor allem Theaterstückchen zu veranstalten.

Am 24.10.1952 wurde der Chor in den Deutschen Sängerbund aufgenommen.

Einen schweren Verlust erlitt der Verein im Jahre 1960 durch den Tod des Chorleiters Arthur Wirth. Als neue Chorleiterin nahm Martha Kreetz (in 1. Ehe verheiratet mit dem Komponisten Willi Sendt) das musikalische Geschehen des Vereines in die Hand.

Sie hat dem Chor zu vielen Erfolgen verholfen.

Im Jahre 1965 löste Liesel Disselhoff, die aus Altersgründen ausscheidende Frieda Klein als 1. Vorsitzende ab. Frieda Klein wurde zur Ehrenvorsitzenden des Vereines ernannt.

Als im Jahre 1981 Martha Kreetz nach 20 Jahren im Dienste des Chores ihren Dirigentenstab aus gesundheitlichen Gründen niederlegte, war es schwer, einen Nachfolger für sie zu finden.

Dieter Kranenberg, Dirigent des Kirchenchores Drabenderhöhe sprang dann im Jahre 1982 ein. Wie er sagte: Nachbarschaftshilfe J.

Von 1983 bis 1989 dirigierte dann Friedhelm Rödder aus Berkenroth den Chor und von 1989 bis 1996 Michael Tausch aus Drabenderhöhe. Beide Dirigenten brachten den Chor weiter voran.

1996 legte Liesel Disselhoff nach über 30 Jahren ihr Amt als 1. Vorsitzende nieder. Für ihr außergewöhnliches Engagement für den Verein wurde sie zur Ehrenvorsitzenden ernannt und von der Stadt Wiehl mit dem Wiehltaler geehrt.

Den ersten Vorsitz übernahm Barbara Venz sehr erfolgreich für die kommenden neun Jahre, also von 1996 bis 2005.

In dieser Zeit kamen nicht nur sehr viele neue, junge Sängerinnen zum Chor, sondern man beschloss, auch selbst einmal an Wettbewerben erfolgreich teilzunehmen, sei es beim Gutachtersingen oder zum Volksliederwettbewerb.

Auch die vielen "Ausklänge" vor den Sommerferien in der grünen Scheune oder die "Stückelcher" und "Anekdötchen", die bei Auftritten und Ständchen durch Barbara Venz vorgetragen wurden, trugen wesentlich zur guten Stimmung im Chor bei.

Seit 2005 hat Sabine Breuer den Vorsitz des Chores inne.

Musik-Pädagogin Regine Melzer aus Drabenderhöhe dirigiert seit 1997 den Frauenchor.

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